ProChip BADASS eBIKES

Autor Thema: BionX 48 V Schnellladung  (Gelesen 1885 mal)

Offline mmx321

  • Newbie
  • *
  • Join Date: Okt 2013
  • Beiträge: 43
  • location: Wien
  • Dankeschön: 6 mal
BionX 48 V Schnellladung
« am: 17. August 2015, 17:42 »
Nachdem das bei mir wie es aussieht zufriedenstellend läuft, eröffne ich einmal ein eigenes Thema dazu - wird noch ergänzt.

Vielen Dank an Cephalotus für die Hinweise, siehe You are not allowed to view links. Register or Login.

Um den Bau eines Akkupacks geht es hier nicht, sondern um die Möglichkeit, einen 48-Volt-Akku wesentlich schneller als mit dem Standard-Ladegerät zu laden. In ca. einer Stunde sollte eine annähernde Vollladung möglich sein, und in entsprechend kürzerer Zeit eine Teilladung - also sehr nützlich für öffentliche Ladestationen. "Offiziell" gibt es nur die Auskunft, dass eine Schnellladung nicht möglich ist, und sich die Zellen sofort in Rauch auflösen.

Ladegerät: Meanwell HLG-320H-54A

Ist als Konstantstromquelle für LEDs gedacht, eignet sich jedoch sehr gut als Ladegerät. Das Gerät ist lüfterlos, im Gegensatz zu billigeren, und sollte wegen des guten Wirkungsgrades nicht sehr heiß werden. Zur Schonung des Akkus sollte eine Spannung von ca. 53,3 Volt eingestellt werden, das entspricht 4,1 Volt pro Zelle statt maximal 4,2. Das Schnellladen im Winter im Freien sollte ebenfalls vermieden werden. Der Strom kann auf dem Maximalwert von knapp unter 6 Ampere bleiben. Die Leistung liegt somit bei ca. 320 Watt, statt ca. 90. Sogar für Schuko-Steckdosen, die für weniger als 10 Ampere bei 230 Volt ausgelegt sind, sollte das absolut problemlos sein. Die Mitnahme eines Adapters auf CEE blau 3polig kann in der Praxis nützlich sein.

Für die Einstellung ist ein Multimeter nötig, um die Ausgangsspannung und den Maximalstrom einzustellen. Das Ladegerät ist relativ teuer, relativ groß und deutlich über 1 kg schwer, dafür aber sehr robust und auch für feuchte Umgebungen geeignet. Am besten nicht gleich die erstbeste Einkaufsquelle nehmen. Eine Alternative ist der "Satiator", ist aber noch wesentlich teurer und hat ähnliche Ausmaße.


Verkabelung des Ladegeräts:

Es wird mit ca. 30 cm langen Kabelstücken mit blanken Enden geliefert. Auf einer Seite wird ein Kabel mit Schuko-Stecker montiert (ca. 2 Meter, eventuell noch 5 m Verlängerung mit nicht unnötig dickem Kabel mitnehmen?), auf der anderen am besten ein XT90S-Stecker. Dieser ist als Modellbau-Zubehör zu bekommen (bei eBay umsehen?), auch für höhere Ströme geeignet und hat eine Schaltung integriert, die einen Funken beim Anschließen vermeidet. Das Gegenstück wird an einer Stelle im Gehäuse montiert, wo genug Platz und der Kabelweg zum Akkupack kurz ist.


Akkupack zerlegen und zusätzlichen Anschluss einbauen:

Der 48 V BionX-Akku lässt sich sehr einfach aufschrauben. Wegen der Verklebung innen kann das erstmalige Öffnen etwas mühsam sein. Etwas abbrechen dürfte eher schwierig sein, das Gehäuse ist ziemlich robust.

Das Einpassen des Gegenstücks funktioniert z.B. mit einem 8,5 mm-Bohrer, einer kleinen Feile und genügend Geduld und Geschick. Anschließend mit Superkleber, Silikon ... verkleben, sollte wasserdicht sein. Der "Fuß" muss minimal aus dem Gehäuse stehen, damit sich die Steckverbindung komplett schließen lässt. Eventuell eine Abdeckkappe basteln, dürfte aber nicht gleich defekt werden wenn es regnet.

ACHTUNG: Nur während des Ladevorgangs anschließen, ansonsten ist der Akku "auf einmal" während der Fahrt fast leer. Etwas mit einer Diode einbauen? Spannungsabfall durch diese? Würde dann vermeiden, das Anstecken des Kabels am Akku bei der Ladung zu vergessen. Es behindert / verzögert auch die "Langsam-Ladung", wenn der Schnelllade-Stecker während dieser angeschlossen bleibt (auch wenn das Schnellladegerät nicht in Betrieb ist). Bei vorher einige Tage am Akku angeschlossenem, nicht angestecktem Schnellladegerät war der Akku bei einer Fahrt "auf einmal" leer, und die Unterstützung minimal. Nach ca. 15 Minuten Schnellladung an einer öffentlichen Ladesäule wieder die übliche Unterstützung, jedoch immer noch 0 Striche in der Anzeige. Bei späteren Langsam- und Schnell-Ladungen doch wieder.

Abdichten der Stecker an den Kabeln mit Kleber und Schrumpfschläuchen ... Montage der Kabel am Ladegerät mit Klemmen, Kabelschuhen ...


Verkabelung im Akkupack:

Vom Anschluss auf der BionX-Platine, die direkt zum Akkupack führt (vorher richtige Polung markieren!), wird ein Stück 2 x 2,5 mm² Litzendraht (ca. 15 cm) an Kabelschuhe / Steckverbindungen wie die Originalen angeschlossen (ein Standardteil). Dieses wird an den XT90S-Anschluss gelötet (Polung beachten!), gemeinsam mit kurzen Kabelstücken (wenige cm), mit dem Gegenstück zu den Kabelschuhe am Ende. Dort wird der Akkupack angeschlossen, der sonst direkt auf der Platine stecken würde. Der XT90S-Anschluss ist also einfach dazwischengeschaltet, funktioniert auch ohne zusätzliche Schalter / Elektronik.


Funktionskontrolle der Ladung / Akkuspannung

Wer eine Funktionskontrolle will, muss die Ladestation zuerst mit dem Standard-Ladegerät testen, oder eine Glimmlampe oder eine LED mit DC-DC-Wandler einbauen, oder ein kleines Volt- und/oder Amperemeter. Die Ladekontrolle am Akku leuchtet bei einer Schnellladung nicht.

Die Spannungsanzeige auf der Konsole mit Code 3772 steigt innerhalb einiger Sekunden an, wenn die Ladung startet und funktioniert. Es gibt in der "Bucht" auch Mini-Voltmeter mit 7-Segment-Anzeige (in 2 Größen und bis zu 4 Ziffernfarben), jene für über 30 Volt brauchen aber eine eigene Stromversorgung (weniger als 20 mA, bei 5 Volt?). Habe eines über einen vorhandenen 5-Volt-Spannungswandler und zusätzlich schaltbar verbaut,  die Versorgungsspannung kann von 3-30 Volt gehen, der Messbereich bis 99,9. Ist auch spannend zu sehen, wie die Spannung während der Fahrt einbricht und durch die Reku ansteigt, bis 53,8 Volt oder so.


"Abregelung", wenn der Akku voll ist

Ist der Akkupack schön langsam voll, fällt der Ladestrom von selbst bis gegen Null ab. Das Ladegerät schaltet jedoch nicht von selbst komplett ab und sollte möglichst bald vom Strom getrennt werden. Auch die Balancer-Schaltung wird umgangen, weshalb der Akku nicht unnötig oft auf diese Weise geladen und zwischendurch mit dem herkömmlichen Ladegerät voll geladen werden sollte.


Montage des Ladegeräts am Fahrrad

Montieren lässt sich das Ladegerät im Rahmen-Dreieck des Fahrrads, oder wer will auf dem Gepäckträger, das Kabel lässt sich auch wo in einer kleinen Tasche verstauen. Ich baue noch was, womit es optimal positioniert ist und sich leicht und rasch abmontieren lässt. Vielleicht kommt es auch in ein Fahrrad-Topcase, bin noch nicht ganz sicher, ob ich so etwas möchte.


Akkustands-Anzeige:: Auch nach einer annähernd kompletten Schnellladung zeigt die Anzeige auf dem Akku Grün, und auf der Konsole werden alle Striche angezeigt.
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2015, 19:24 von mmx321 »
 
Folgende Mitglieder bedankten sich: remiere, einhalbkw, Stefan42

Offline mmx321

  • Newbie
  • *
  • Join Date: Okt 2013
  • Beiträge: 43
  • location: Wien
  • Dankeschön: 6 mal
Re: BionX 48 V Schnellladung
« Antwort #1 am: 17. September 2015, 21:12 »
Neueste Erkenntnis: Wenn bereits alle Striche in der Anzeige verschwunden sind, erscheinen sie nach dem Schnellladen nicht wieder. Die Spannung wird jedoch korrekt angezeigt, und offenbar alle anderen Daten.

(Seit einiger Zeit "zickt" mein System insofern herum, als dass die Kilometer-Anzeige alle paar Wochen einmal auf einmal um einige Kilometer zurückspringt. Seit August ca. 3x. Irgendwann an diesem oder am nächsten Tag sind die "vergessenen" Kilometer auf einmal wieder da. Ob das was damit zu tun hat?)
 

Offline mmx321

  • Newbie
  • *
  • Join Date: Okt 2013
  • Beiträge: 43
  • location: Wien
  • Dankeschön: 6 mal
Re: BionX 48 V Schnellladung
« Antwort #2 am: 15. April 2017, 13:56 »
Noch etwas zu diesem "eBay-Voltmeter":

(grün oder gelb dürfte am besten sichtbar sein?)
You are not allowed to view links. Register or Login

Die Versorgungsspannung für die Anzeige ist zwar mit 3-30 Volt angegeben, bei 3-3,5 Volt oder so werden jedoch um bis zu einige Volt zu hohe Spannungswerte angezeigt. Bei 4,5 oder 5 V dürfte es auf ca. 0,2 ... 0,3 V genau sein. Auch daran zu erkennen, dass der angezeigte Wert stabiler ist, und nicht ständig schwankt. An die Lichtanlage (mit 6,8 Volt Spannung?) anschließen dürfte auch eine gute Option sein.
 

 

UA-12726453-11 Sponsoren: Open eBike SHOP | ProChip | BADASS eBIKES