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Autor Thema: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden  (Gelesen 12623 mal)

Offline boah

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Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« am: 24. September 2012, 22:42 »
Hallo allesammt,

es ist wohl an der Zeit das mit dem Bosch Geschwindigkeitstuning mal in den verschiedenen existierenden Formen vorzustellen.

Ich werde hier in diesem Thread mit Bildern und meine Lösungen und eine sehr spezielle sehr simpele (nicht im Bauen aber in der Montage) von einem Bekannten vorstellen.

Zuerst mal die mechanische Lösung mit dem 2 Magneten auf dem Kettenblatt und einem DIY Reedsensor für 2 Euro Materialkosten. Das kann jeder der in der Lage ist den Spider vom Motor abzuschrauben und ein paar Kabel zusammenlöten kann sich selbst bauen.
Kostet fast nix und mit einem Umschalter gebaut übernimmt die Geschwindigkeitsumschaltung ein spezielles Teil welches jeder Radfahrer sowiso haben sollte .... das Gehirn ;)

Danach kommt ein Arduino Lösung die zwar sehr gut funktioniert aber zu gross und zu anfällig ist. Sie basiert darauf das das Reedsignal bist zu einer Geschwindigkeit von ca. 24 km/h 1zu1 weitergereicht wird und dann immer so weit verzögert wird das der Motor immer unter der Abregelgeschwindigkeit bleibt (vom Signal her).

Die 3. Lösung ist wahrscheinlich welche Hybridcup hier und da so verkauft die einfach den Reed simuliert und eine mit einem Poti einstellbare Geschwindigkeit simuliert. Das wird in der einfachsten Form mit einer kleine Schaltung welche mit einer 9 Voltbatterie betrieben wird in einem klein Kunstoffgehäuse gebaut und wohl auch so verkauft. Mit der Möglichkeit das z.b. vom Lenker aus ein und auszuschalten ist das okay (dann kann man allerdings auch die 2 Magnet Methode bauen welche einfach viel billiger ist) und wenn man es nicht ein und aus schalten kann ist es in meinen ehr net so dolle....

Die 4. und bisher einfachste Lösung kommt mit einem Dummystecker (3,5mm Klinkenstecker in dem die komplette Elektronik sitzt) einher welche einfach nur am Reedkontakt eingeschleift wird ... keine externe Stromversogung ... Tachoanzeige  und Regelcharakterristik bis ca. 20-22 km/h ist normal, drüber stimmt es natürlich nicht mehr, wobei die Regelcharakteristik über der Geschwindigkeit kein Problem mehr ist d.h. es fährt sich sehr gut und ist nicht so ruppig wie eine immer offen Lösung.
Dummstecker abziehen und das System ist original......
Dies Lösung ist nicht von mir .... und der Entwickler/Erbauer wird in den nächsten 2-3 Wochen das dann bestimmt nochmal aufgreifen.

Morgen oder übermorgen kommen die Bilder und die Beschreibung für Lösung 1

Leute die sich hier anschliessen möchten und ihre eigenen oder was auch immer für Lösungen beschreiben möchten .... you are welcome !   sehr gerne also !!

Stay tuned

Cu
Kalli
« Letzte Änderung: 24. September 2012, 23:45 von boah »
 

Offline boah

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #1 am: 27. September 2012, 22:43 »
So los geht´s...

ich bin leider ein bissel langsam im Moment da mir etwas die Zeit fehlt  ;)

Übersicht von der Verschaltung als Schema...



Für die Leute die nicht die originalen Speedsensoren verbasteln wollen bietet es sich an Sensoren selbst zu bauen...

Material: 1 Reedrelais ca. 1 Euro (2x wenn man auch den original Sensor ersetzen will wegen Garantie und so... der originale kostet im Nachkaufen ca. 50 Euro !)
              ca. 2m Kabel  am besten gleich 4 Adrig so kann man dann später noch die Dummy Lösung direkt anstöpseln ... 2-5 Euro
              Schrumpfschlauch in verschiedenen Durchmessern 3-5 Euro
              Heiskleber oder besser 5min Epoxid (am besten aus den Spritzdingern wegen der Sauerei) ... beim Heiskleber und dem späteren Einschrumpfen gehen gerne die Schalter kaputt... daher besser Epoxid 5 Euro
              ein paar Kabelbinder 1 Euro
              1 Einfach um Kippschalter in guter Qualität und eine dazu passende Gummikappe (die über den kompletten Schalter drüber gehen wegen Wetterschutz) 2-3 Euro
              1 originales Bosch Lichtkabel vorne oder hinten ist egal ... die codierung wird mit einem Cutter abgeschnitten damit es am Speedsensoreingang passt   ... ca. 5-10 Euro





Hier sind noch Bilder von den Bosch Speedsensorstecker, VRLichtkabel und HRLichtkabel.













Der erste ist der Stecker von dem Speedsensor.... bei den Lichtkabeln weiss ich gerade nicht welches VR und welcher HR ist.
Aber am einfachsten ist es die Codierung von dem blauen wegzumachen... da ist es nur an einer Seite....

Es geht natürlich noch weiter ... nur habe ich für heute genug Fotos und Grafiken gemacht...

Also dann morgen Bilder vom Einbau am Rad, der Löterei und dem bauen des Speedschalters für den Lenker (mit kleben und einschrumpfen).

Cu
Kalli

P.S.  So sieht der Schalter dann fertig am Lenker aus...









             
 

Offline elsi

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #2 am: 01. Oktober 2012, 10:14 »
Da kommt man doch glatt in Versuchung  ;) Danke dafür...
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Offline e-mil

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #3 am: 02. Oktober 2012, 18:03 »
Die Lösung mit dem Stecker klingt interessant. Vermutlich übernimmt ab einer Schaltfrequenz des Kontaktes von 3Hz (müsste ca. die 25kmH-Grenze sein bei einem 29" Rad) eine Art Taktgeber, entweder manuell zuschaltbar oder automatisch. Die Magnetlösung ist ja im Prinzip ähnlich, ausgehend von einer etwa konstanten Trittfrequenz x2 kommt man auch auf 2-3Hz. Leider kenne ich mich mit diesen Basteleien nicht so aus aber für Leute mit etwas Erfahrung auf dem Gebiet sollte es nicht schwer sein so etwas zu bauen.
 

Offline boah

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #4 am: 03. Oktober 2012, 16:25 »
So ein bissel weiter...

 

Offline boah

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #5 am: 08. Oktober 2012, 21:52 »
So weiter gehts... man die liebe Zeit ... wer zuviel davon hat kann sie mir schicken  ;)

wir basteln einen Reed in wasserdicht...


Das ist zur abwechlung mal ein etwas größerer Reedkontakt da mir in letzter Zeit die kleinen immer zerbrechen.
Der kommt dann mit 5min Epoxid in dieses Röhrchen


Das Epoxid mache ich gleich in eine kleine Einwegspritze damit es nicht so eine Sauerei gibt...

Vorne kommt noch ein kleiner Kunstoffböbbel rein (muss eigentlich nicht sein) und eingeklebt sieht es dann so aus..



So ist er fertig.... in Schrunpfschlauch eingeschrumpft...
Festgemacht wird er bei mir mit einem Kabelbinder.
Bei anderen Rädern muss man wahrscheinlich seine eigene Lösung finden.


Weiter gehts mit dem Schalter in Wasserdicht....
Kabel 4 Adrig + Abschirmung (Microfonkabel)



Nur 3 Adern werden gebraucht...

Kippschalter 1x um und der Schrumpfschlauch auf dem Kabel und das Stück für das Schaltergehäuse....


Das alles wird vor dem einschumpfen mit Heisskleber abgedichtet und isoliert ... aber Achtung Schalter möglichst kurz löten und auch mit dem Heisskleber vorsichtig da der Schalter recht schnell kaputtgeht.
D.h. die Kontakte schmelzen sich im Gehäuse schief .... dann ist er hin :-(

Dann die Schutzgummihaube (gibt im guten Elektronikzubehör)

Hinter der Metallüberwurfmutter noch ein bissel Heisskleber...
Und dann noch ein kurzes Stück Schrumpfschlauch das über die Rändelmutter geht
Dann ist es dicht :-)



Denn Schalter habe ich bei mir an dem Scheibenbremsgriff einfach mit einem guten Kabelbinder festgemacht so das er einfach mit dem Zeigefinger bedient werden kann.
Nach vorne isz bei mir schnell(Reedsensor für das  Kettenblatt 2 Magnet an selbigem) ... nach hinten dann logischerweise dann normal (Sensor am Hinterrad original Bosch).

Das ganze Kabel natürlich ordentlich durch den Rahmen oder wenn die Kabel aussen liegen eben da dazu und unter der Haube am Boschmotor nach dem Schaltbild am Anfang angeschlossen....

Bingo fertig ist de Boostschalter...

« Letzte Änderung: 08. Oktober 2012, 22:27 von boah »
 

Offline boah

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #6 am: 08. Oktober 2012, 22:07 »
Das war jetzt die Lösung mit dem Umschalter mit den 2 Magneten am Kettenblatt in nicht so teuer wenn man basteln kann oder will...

Weiter geht es mit recht Abenteuerlichen Konstruktionen die auf einer Blinkeschaltung beruhen welche sich mit einem Poti in der Frequenz einstellen lässt....

Gebraucht wird eine Schaltung die sich je nach Radgröße und dem Wunsch der dann "produzierten" Geschwindigkeit einstellen lässt... ca. von 1 bis 5Hz
Der Nachteil ist einfach mal der das Bosch bei einer Softwareänderung diesen Mod recht einfach aushebeln kann weil die Geschwindikeit die der Motor vorgegaukelt bekommt sich nicht ändert.
Die Lösung mit den 2 Magneten und auch der SX2 Dongel sind da wahrscheinlich besser drann da sie ja die Geschwindigkeit nur runterteilen aber nicht konstant bleiben.

Also überlegt euch gut ob ihr für sowas viel Geld ausgeben wollt .... mal davon abgesehen brauchts natürlich auch noch ein Stromversorgung ... in dem meisten Fällen wohl eine 9 Volt Battrie...
In eleganter mit dem Lichtspannungsausgang von der Bosch Drive Unit....

Murks ist es aber in meinen Augen trotzdem

Also in den nächten Tagen dazu Schaltungen und Links von wo einige das gemacht haben.



Cu
Kalli
« Letzte Änderung: 08. Oktober 2012, 23:01 von boah »
 

Offline Ewin

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #7 am: 09. Oktober 2012, 19:24 »
Vielen Dank für die ausführlichen Beschreibungen. Kannst Du nicht als nächstes diese S2XDongel Lösung beschreiben? Ich finde diese am interessantesten.
 

Offline e-mil

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #8 am: 13. Oktober 2012, 15:13 »
Danke auch von mir für genaue Beschreibung  :)
Habe es nach gebaut, funktioniert bestens! Vor allem der Tip mit dem Mikrofonkabel war gut hatte vorher anderes dran was schon bei 10°C hart wurde.
Für die Befestigung des Schalters am Lenker hab ich eine Halterung für einen Strahler benutzt, passt perfekt
so kann man auf Kabelbinder verzichten und ihn in jede Position bringen.
 

Offline boah

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #9 am: 13. Oktober 2012, 15:20 »
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Für die Befestigung des Schalters am Lenker hab ich eine Halterung für einen Strahler benutzt, passt perfekt
so kann man auf Kabelbinder verzichten und ihn in jede Position bringen.

Freut mich das alles gut geklappt hat.
Sag mal bitte bis zu welcher Geschwindigkeit Du kommst (da ich ja nur ein 20 Zoll Rad habe trete ich mich ab 40-42 km/h fast tot).

Ansonsten würde ich mich natürlich über Bilder von Deiner Schalterhalterung sehr freuen (die anderen bestimmt auch).
 

Offline e-mil

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #10 am: 13. Oktober 2012, 18:02 »
Auf der Geraden mit "Tot treten" gerade noch so 50 da bin ich allerdings mit meiner 10-Gang am Limit sonst auch 40-45 also in normaler Fahrhaltung auf einem 29er MTB mit dicken Reifen
Oder man macht sich klein aber schneller als 55 schaffe ich nicht mit zu treten auch bergab nicht zumindest mit dieser Schaltung, da ich zu 90% nur Forstautobahn fahre genügt das völlig  :)

 

Offline elsi

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #11 am: 18. Oktober 2012, 11:08 »
Der sollte in der Sammlung auch nicht fehlen  8)

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Offline boah

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #12 am: 18. Oktober 2012, 11:38 »
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Der sollte in der Sammlung auch nicht fehlen  8)

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DAS ist allderdings wirklich die coolste Methode ... wenn man da noch ein änderbares Übersetzungsverhältniss einbaut kann man auch diemax Unterstützung regeln....

Lowtech schlägt Hitech  8)
 

Offline elsi

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #13 am: 18. Oktober 2012, 15:28 »
Steampunk halt  ;D
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Offline boah

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Re: Bosch Tunig-- die verschiedenen funktionierenden Methoden
« Antwort #14 am: 22. Oktober 2012, 22:25 »
So Leute,

ich werde jetzt doch erst mal den SX2 Dongel vorstellen.
Nachdem ich heute ein langes sehr angenehmes Telefonat geführt habe kann ich ein paar Details bzw. die Montage, die Funktion und auch das Prinzip dahinter vorstellen.

Seid nicht böse ... es wird nicht so openEbike da J. kein Schaltbild oder eine Nachbauanleitung von seiner Entwicklung möchte.
Ich persönlich kann das gut verstehen da er einiges an Entwicklung, Abstimmung und natürlich auch an Hirnschmalz da reingesteckt hat.

Trotzdem können elektronisch versierte Leute sich sicherlich aufgrund der Basics etwas selbst bauen... vieleicht nicht mit doppelseitiger Platine mit MicroSMD bestückt aber funktionierend.... na gut ein bissel finetunig kommt sicher immer dazu.
Aber man wächst ja mit den Aufgaben

Ansonsten ist das mit dem Vertrieb so ne Sache ... wie das genau laufen soll ist noch ein ? bzw. muss entweder per PM oder persönlich geklärt werden.

Es gibt aber möglichkeiten und es gibt einige Dongel  ;)

Funktionsweise und wie montiert wird gibt´s morgen.

Cu
Kalli

 
« Letzte Änderung: 22. Oktober 2012, 23:32 von boah »
 

 

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